Chemtrails kollidieren mit der Meinungsfreiheit

Rechtsanwalt Martin Steiger

15 Kommentare

  1. Hans-Dieter Wunsch sagt:

    Sehr geehrter Herr Steiger,

    nachdem Herr RA Storr auf diesen Blogeintrag auf der Webseite der Bürgerinitiative reagiert hat, schlage ich Ihnen vor, Herrn RA Storr ein kostenloses Exemplar "Erlassansammlung Luftrecht" zukommen zu lassen. Als Beobachter der Chemtrail-Szene würde ich sagen – das hätte die Bürgerinitiative wohl dringend nötig.

    1. @Hans-Dieter Wunsch:

      Vielen Dank für den Hinweis und Ihre Empfehlung – beides brachte mich heute zum Schmunzeln! 😀

  2. Marc Volkers sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Steiger,

    ich danke Ihnen, dass sie nicht kritiklos zulassen, dass Kollegen wie der besagte Herrn Dominik Storr wie die sprichwörtliche Axt im Walde ihre Kenntnisse des Rechts zur Niedermachung kritischer Geister missbrauchen. Das Chemtrail-Märchen und seine Anhängerschaft entwickelt sich in immer absurdere Richtungen und verlangt nach entschlossenen Gegenmaßnahmen!

  3. Thekla Weber sagt:

    Ich bin Baujahr 1960 und habe als Kind und Jugendliche häufig in den Himmel geschaut und hier insbesondere die Kondensstreifen der Flugzeuge beobachtet. Folgendes habe ich nie am Himmel beobachtet:

    1. Kondensstreifen kreuzten sich so gut wie nie am Himmel und wenn ja, war dieses Kreuz binnen Sekunden wieder verschwunden.

    2. Es gab keinen Himmel, der mit Streifen übersät war.

    3. Es gab keine Kondensstreifen, die sich fischgrätenartig am Himmel darstellten.

    4. Es gab keine kurvenartige Kondensstreifen,

    5. Es gab keine Flugzeuge, die einen nebelartigen Schleier hinterließen.

    6. Es gab keine „alternden“ Kondensstreifen, wie diese Streifen vom Bundesumweltamt bezeichnet werden.

    7. Es gab keine unterbrochenen Kondensstreifen.

    8. Es gab keine Kondensstreifen, die sich über den gesamten sichtbaren Himmel zogen.

    9. Es gab keine Kondensstreifen, die breiter und breiter wurden und in denen sich etwas abgesetzte.

    10. Es gab keine Wolken, die sich wellenartig am Himmel anordneten.

    11. Es gab keinen weißlich verschleierten Himmel.

    Ja ist denn das, was ich damals beobachtet hatte, ein Märchen? Hab ich all das, was heute beinahe täglich am Himmel zu sehen ist, damals schlichtweg übersehen?

    Dass die heutige Generation einen solchen Himmel, wie wir ihn heute haben, für normal halten könnte, kann ich nachvollziehen. Aber ich kenne aus meiner Kindheit einen klaren, sauberen, tiefblauen Himmel, der nicht ein einziges Mal mit Streifen übersät war. Allein das sollte Anlass geben, stutzig zu werden. Ich kann auf mindestens 40 Jahre ohne einen mit Streifen übersäten Himmel zurückgreifen. Niemand kann mir weismachen, dass es heute „alternde Kondensstreifen“ geben soll, wenn es diese in den 40 Jahren meiner Erinnerung nicht gegeben hat. Weder der zugenommene Flugverkehr noch die zunehmende Luftverschmutzung können hierfür Ursachen sein, denn das hat nichts damit zu tun, was Flugzeuge ausstoßen. Daneben habe ich beobachtet, dass es Tage gibt, an denen kein einziges Flugzeug „alternde Kondensstreifen“ hinterlässt. Wäre es so normal, wie es das Bundesumweltamt beschreibt, müssten diese täglich am Himmel entstehen.

    Wo haben Sie Ihre Augen Herr Steiger? Sie sehen mir noch recht jung aus und vielleicht haben Sie den Himmel nie so genau beobachtet, wie ich es getan habe. Schauen Sie in den Himmel und hoffentlich geht auch Ihnen bald ein Licht auf, dass da etwas nicht stimmen kann. Sie haben studiert und somit Verstand, benutzen Sie diesen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Thekla Weber

    1. @Thekla Weber:

      Ich sehe Contrails (Kondensstreifen) am Himmel, nicht Chemtrails. Sie dürfen Ihre Meinungsfreiheit aber selbstverständlich nutzen, um die «Chemtrail»-Verschwörungstheorie zu verbreiten – auch im Widerspruch zu überzeugenden wissenschaftlichen Erklärungen für Entstehung und Zerfall von Kondensstreifen. Ich bitte Sie aber, auch jenen, die ihre Meinung nicht teilen, das Recht auf Meinungsfreiheit zuzugestehen.

    2. Ich bin Baujahr 1954 und eigentlich teile ich die Ansicht von Frau Weber.

      Aber: heute ist das total anders. Alles hat sich verändert. Die Geschichts- /Schulbücher müssen alle umgeschrieben werden. Heute müssen die Kinder lernen, dass es Tage gibt, insbesondere Samstage, wo die physikalischen Gesetze nicht gelten. Weil eben sich „Kondesstreifen“ ausbreiten und milchsuppenartige Wolken bilden, was früher unmöglich war.

  4. Anonymus sagt:

    Ausschlaggebend dürfte IMHO der Bezug zu NeoNazi sein?

    1. @Anonymus:

      Möglich, ja – gemäss «Psiram» bestehen häufig entsprechende Verbindungen bei Anhängern der «Chemtrail»-Verschwörungstheorie:

      »Häufig kann eine Beziehung zu politisch rechten Kreisen (z.B. NPD), zur braunen Esoterik und zu Anhängern von Cloudbustern, kolloidalem Silber und Zappern nach Hulda Clark beobachtet werden.»

      Die Bürgerinitiative «Sauberer Himmel» kann ich diesbezüglich nicht beurteilen. Für mich steht sowieso die Meinungsfreiheit und nicht die «Chemtrail»-Verschwörungstheorie im Vordergrund. Verschwörungstheoretiker – so absurd ihre Theorien auch sein mögen – sollen genauso den Schutz der Meinungsfreiheit geniessen wie ihre Kritiker, ganz im Sinn des folgenden berühmten Evelyn Beatrice Hall-Zitates:

      «I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it.»

  5. Ronald J. Wilczynski sagt:

    Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Steiger,

    hätten Sie und andere Kommentatoren Sich auch nur einigermassen über das Thema "Chemtrails" informiert, würden Sie nicht solch einen

    grostesken Unfug von Sich geben!

    Dass Herr Kachelmann Menschen, die nicht seiner geschätzten Meinung sind, als "Nazis oder Verrückte" bezeichnet, zeigt deutlich, wes Geistes Kind er ist! Ausserdem mag er gewisse Interessen vertreten, die sich Aussenstehenden nicht unmittelbar erschliessen. Das ist eine Sache.

    Aber wenn hier Kommentatoren von "entschlossenen Gegenmassnahmen" schwadronieren, lässt mich das an Meinungsunterdrückung, Zensur und andere schlimme Massnahmen denken, die ihre geistige und politische Heimat in Diktaturen des Kommunismus und des Nationalsozialismus haben! Das, was hier geschieht, ist die Unterdrückung aller politisch nicht korrekten Meinungen und Forschungsergebnisse. Das aber ist nichts anderes als Faschismus und Meinungsdiktatur! George Orwell lässt grüssen!

    Geradezu grotesk wird es aber, wenn Sie für Sich das Recht auf freie Meinungsäusserung reklamieren, um andere Menschen öffentlich zu beleidigen, und zu beschimpfen, ohne auch nur ein einziges sachliches Gegenargument anzuführen, dieses Recht aber gleichzeitig durch "entschlossene Gegenmassnahmen" wie von einem gewissen Marc Volkers gefordert, für alle anderen einschränken wollen!

    Mir graust vor Ihnen und Ihresgleichen!!!

    "Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus.

    Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus" (Silone zugeschrieben von F. Bondy).

    In diesem Sinne,

    mit freundlichem Gruss,

    Ronald J. Wilczynski

    1. @Ronald J. Wilczynski:

      Ich möchte das Grundrecht der Meinungsfreiheit nicht einschränken, sondern setze mich im Gegenteil für mehr Meinungsfreiheit ein – siehe dazu auch das Evelyn Beatrice Hall-Zitat in meinem früheren Kommentar.

  6. Sascha Inge sagt:

    Lieber Herr Rechtsanwalt Steiger,

    Chemtrail-Nazis oder Chemtrail-Idioten hin oder her,sich auf eine Seite wie "Eso-Watch" zu beziehen macht jetzt auch keinen besonders seriösen Eindruck. Obwohl die Seite sehr unterhaltsam und auch auf gewisse Art und Weise informativ ist.

    Ich glaube persönlich tatsächlich daran, dass Maßnahmen des "Geo-Engineerings" bereits weltweit ausgeführt werden, was von offizieller Seite auch nicht mehr gänzlich abgestritten wird. Ich denke auch nicht, dass man der Bevölkerung darüber reinen Wein einschenken würde, aber dies nur am Rande. Was die Unterlassungsklage des Herrn Storr anbelangt, so finde ich auch das es sich bei Herrn Kachelmanns Aussagen lediglich um eine Meinungsäußerung handelt, wenn vielleicht auch um eine sehr diskreditierende. Ich als Chemtrail-Gläubiger bzw. Esoterik-Idiot kann auch mit solchen Aussagen leben, denn als echter Spinner ist man doch eigentlich recht hart im Nehmen. Es wird einem mittlerweile sowieso überall vorgeschrieben, was man zu denken und zu sagen hat. In dem Sinne kann ich das Zitat von E.B. Hall nur noch einmal wiederholen, vielleicht für alle Nazis zur Abwechselung mal auf deutsch:

    „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

    Gruß Sascha

    1. Frank sagt:

      Ich glaube persönlich tatsächlich daran, dass Maßnahmen des “Geo-Engineerings” bereits weltweit ausgeführt werden, was von offizieller Seite auch nicht mehr gänzlich abgestritten wird

      Da wird nirgends etwas "nicht abgestritten" geschweige denn bestätigt. Es wird lediglich darüber nachgedacht, ob man gegen den Klimawandel* unter anderem auch mit technischen Verfahren vorgehen könnte. Diese sind aber bislang komplett theoretisch oder wurden bestenfalls als (offizielle) Experimente im kleinen Rahmen durchgeführt. Und nur, weil kürzlich deshalb beim Bundesministerium für Bildung und Forschung in einer völlig harmlosen Sondierungsstudie (vom Kiel Earth Institute) auch das Wort "Geo-Engineering” als Sammelbegriff für diese Maßnahmen auftauchte, kann man nicht im Umkehrschluss daraus schließen, dass "offizielle Stellen" bestätigen würden, Geo-Engineering würde längst durchgeführt. Und selbst wenn man es durchführen würde, dann ganz bestimmt nicht mit der technisch völlig uneffektiven Variante der Chemtrails.

      Aber es ist schon richtig: Vor Chemtrails kann man gar nicht oft genug warnen!

      (* ja, schon klar: Den gibt es laut Chemtrail-Gläubigen gar nicht. Ist nur eine weitere Verschwörung.)

    2. Frank sagt:

      Ach so, Nachtrag: Auch der in der Szene immer wieder herumgereichte Brief von Frau Griefahn, womit ja angeblich sogar die Bundesregierung oder zumindest Minister die Existenz von Chemtrails bestätigen, ist keine Bestätigung von offizieller Stelle. Monika Griefahn bezog sich lediglich auf einen Text im Greenpeace Magazin 4/2004, worin ebenfalls nur theoretisch denkbare Maßnahmen beschrieben wurden.

  7. agreschk sagt:

    Hallo Herr Steiger.

    Ich glaube Sie haben da die Büchse der Pandora geöffnet. Ich bin ein Hobby-Pilot und beobachte die Chemtrailszene seit geraumer Zeit. Meinungsfreiheit hin oder her, Fakt ist: Laserangriffe gegen Verkehrsflugzeuge häufen sich genau wie die Treffer zum Suchbegriff "Chemtrails".

    http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubhttp://answers.yahoo.com/question/index?qid=20070http://metabunk.org/threads/251-Advocating-violen

    und das sind nur einige Beispiele. Vielleicht müssen ja zuerst Menschen sterben.

    mfg agreschk.

    1. agreschk sagt:

      nicht, dass mein Kommentar missverstanden wird.

      Mein Standpunkt ist: Es gibt keine Chemtrails und ich weis es ganz genau, weil ich die Vorgänge in der Atmosphäre bis zum gewissen Maß nachvollziehen kann. Und das kann eigentlich Jeder wer sich ernsthaft mit der Materie auseinander setzt. Das Phänomen der Kondensstreifen ist sehr gut erforscht und die Fachliteratur reicht bis in die 30ger Jahre zurück. Beschäftigt man sich auch nur ein wenig mit Meteorologie, platzt diese Geschichte wie eine Seifenblase.

      Trotzdem stellen sich viele blind und verfallen diesem Wahnsinn. Hier ist eine unglaubliche Überzeugungskraft am Werk, welche jeden Verstand ausschaltet. Die betroffenen argumentieren scheinbar mit persönlichen Schlussvolgerungen wie:

      -"Früher hat es das nicht gegeben!"

      Und merken gar nicht, dass es gar nicht ihre eigene sind. Schließlich gleichen sich ihre "persönlichen" Aussagen.

      Diese Mechanismen haben schon vor 70 Jahren gewirkt. Und hinterher fragten sich alle verdutzt: Wie konnten wir nur diesen Unsinn glauben…

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