Juristisches E-Book: 10 × teurer als gedrucktes Buch

8 Kommentare

  1. LV sagt:

    Das ist doch ein absolutes Schnäppchen zum »Sonderpreis«. Die Vorauflage von 2005: Europäische Grundrechte und Grundfreiheiten (2005) Hrsg. v. Ehlers, Dirk kostet als eBook beim Verlag sogar 900,00 € oder $1,260.00 !

    http://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/61932

    Also schnell kaufen, falls 2013 eine Neuauflage kommen sollte, wird die derzeitige Ausgabe von 2009 vermutlich mindestens 3x soviel kosten. Ansonsten wundert mich das irgendwie mit dem Preis. Ich nahm an, das auf Grund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung eBooks genauso teuer wären wie Printausgaben. Wurde doch angeblich von den Verlagen gewünscht.

    1. @LV:

      «[…] Ich nahm an, das auf Grund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung eBooks genauso teuer wären wie Printausgaben. Wurde doch angeblich von den Verlagen gewünscht.»

      Guter Hinweis … ein Deutscher würde nun wohl spontan an eine Abmahnung denken! ;)

      1. martin sagt:

        Das mit der Preisbindung wird oft falsch verstanden. Die Preise werden pro Buchtyp (wie heisst das nur schon wieder genau) festgelegt.

        Somit kann z.B. die gebundene Ausgabe einen anderen Preis haben, als das Taschenbuch. Und auch für die eBook-Ausgabe kann ein anderer Preis festgelegt werden.

        Die Preisbindung sorgt dann dafür, dass das eBook überall zu diesem festgelegten Preis verkauft werden muss. Der Preis kann aber wie gesagt durchaus anders sein, als der der Printausgabe.

        Glücklicherweise hat das Volk in der Schweiz das Preisbindungsgesetz bachab geschickt….

  2. Ich war neugierig und habe beim deGruyter-Verlag mal nachgefragt. Tatsächlich handelt es sich nicht um einen Druckfehler, sondern um Firmenpolitik: Da sich das Buch weniger an Universitäten als an „Privatpersonen“ (sic!) richte, sei der höhere Preis gerechtfertigt.

    Angesichts solcher Urteile:

    http://www.lto.de/recht/hinter.....ur-dafuer/

    http://www.internet-law.de/201.....ldung.html

    eine durchaus fragliche Entscheidung. Das könnte man imho besser machen durch unterschiedliche Lizenzierungen z.B.

    Sebastian Dosch
    Rechtsanwalt und Fachanwalt für IT-Recht aus Heidelberg

    1. Vielen Dank fürs Nachfragen!

  3. Martin sagt:

    Das ist ein Schnäppchen, trotz Buchpreisbindung in DE!

  4. Gust sagt:

    Läßt sich logisch erklären: Wenn eine Universitätsbibliothek das E-Book erwirbt (gibts direkt bei De Gruyter übrigens ohne DRM) spart sie sich damit die 20 Print-Exemplare, die für die Lehrbuchsammlung angeschafft worden wären.

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