Flughafen Zürich: Totaler deutscher Sieg im «Fluglärmstreit»

2 Kommentare

  1. Markus D. sagt:

    Martin, zu 90% vollkommen einverstanden. Aber: In der Schweiz gibt es halt die sonderbare Tradition, Flughäfen angrenzend an andere souveräne Staaten zu bauen (LSZH, LSGG, LFSB, LSZA), was weltweit sicher auch einzigartig ist. Und m.E. ist Konfliktpotenzial somit vorprogrammiert. Ausserdem ist die Delegation von Lufträumen an skyguide für mich eine rechtliche Grauzone (aber da kannst Du mich sicher aufklären 😉 ). Zudem wurde die Ausgestaltung der Verkehrswege (An-/Abflug) von der Schweiz monopolisiert, Deutschland (LSZH) oder Frankreich (LSGG) wurden in die Entscheidungsprozesse nie miteinbezogen (in LFSB glaube ich schon). Letzlich wurde in den Kantonen auch immer auf die Karte gesetzt, dass der Nordanflug über deutsches Gebiet ewig Bestand haben würde. Somit hat man es verpasst, Lärmkataster für flughafennahe Gemeinden zu erstellen. Mit diesem Instrument hätte man per Gesetz festlegen können, dass jemand, welcher in Turbenthal oder Gockhausen ein Grundstück/Wohnung übernimmt, ein je nach Lage berechnetes Mass an Fluglärm zu akzeptieren hat.
    Meiner Meinung nach ist der jetzige Vertrag einfach die Quittung dafür, dass erstens die Kantone die Entwicklung rund um LSZH verschlafen haben. Und zweitens dass die Schweiz seit Jahrzehnten über keine Politiker (und Bundesämter) verfügt, welche genug Ahnung (bzw. Interesse) von Aviatik bzw. Verkehr haben, um die Schweiz angemessen zu vertreten.

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