Apple kopiert Schweizer Bahnhofsuhr für iOS 6-Uhren-App

Rechtsanwalt Martin Steiger

8 Kommentare

  1. Diese Kopie ist ja vor allem deshalb noch besonders, weil Apple sich ansonsten nicht scheut, Prozesse gegen andere zu führen, die auch nur annähernd etwas aus dem Hause Apple „kopieren“. In den eigenen Reihen nimmt man das offensichtlich nicht so genau…

    1. @Titus Sprenger:

      … oder Apple hat festgestellt, dass das Design der Schweizer Bahnhofsuhr rechtlich gesehen durchaus für eine App verwendet werden kann – in der Schweiz zumindest ist die Bahnhofsuhr bezüglich der Nutzung als App nicht markenrechtlich geschützt, ein urheberrechtlicher Schutz ist fraglich und ein etwaiger Designschutz wäre längst abgelaufen.

  2. H. Trickler sagt:

    Apple hat sich mit mehreren Gebrauchsmustern in USA, salopp gesagt, die rechteckige Form mit schmalem Rand für Handydisplays schützen lassen und Samsung damit in die Bedrouille gebracht. Ihre Argumentation vor Gericht, dass Apple immer erfindet und andere kopieren ist durch vorliegendes Beispiel widerlegt.

    Unter diesem Blickwinkel wird es interessant zu beobachten, wie Apple reagieren wird. Ich denke sie werden ändern und nicht bezahlen wollen.

    1. @H. Trickler:

      Ich gehe davon aus, dass die Schweizer Bahnhofsuhr keinen Designschutz (mehr) geniesst und sich der Markenschutz nicht auf die Nutzung als App bezieht.

  3. Thomas Bollinger sagt:

    Naja, Jobs hat ja zugegeben, dass er die Fenstertechnik und die Maus bei Xerox abgekupfert hat. Also ich habe Apple nie für erfinderisch, aber für kreativ in der Anwendung gehalten…

    1. @Thomas Bollinger:

      Zum Glück, ansonsten hätten es viele Erfindungen vermutlich nie auf unsere Computer und in unsere Hände geschafft … :)

  4. Silke Plaff sagt:

    Also verdienen die an jedem iPad mit?

    1. @Silke Plaff:

      «Also verdienen die an jedem iPad mit?»

      In den Medien ist in diesen Tagen von einer Zahlung von 20 Millionen Franken die Rede:

      http://www.tagesanzeiger.ch/wi.....y/29888690

      Der Zeitraum, für den diese angebliche Zahlung gilt, wird allerdings nicht erwähnt. Offen bleibt auch, wie man einen Lizenzvertrag schliessen kann, obwohl vermutlich gar kein immaterialgüterrechtlicher Schutz gegeben ist.

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