Zur gegebenen Zeit

Dokument: Brief des Stadtrats der Stadt Zürich (Auszug)

Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV (Beschleunigungsgebot) hat «[j]ede Person […] in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch […] auf Beurteilung innert angemessener Frist.»

In der Eingangsbestätigung für eine Einsprache interpretiert der Stadtrat der Stadt Zürich das Beschleunigungsgebot wie folgt:

«[…] Der Stadtrat wird Ihnen zur gegebenen Zeit seinen Entscheid mitteilen.»

Anwaltskollege Hoenig in Berlin erhielt vor einiger Zeit ähnliche Behördenpost. Und Anwaltskollegen, die bibelfest sind, wurden bereits durch Apostel Paulus von Tarsus ermutigt, diesbezüglich nicht aufzugeben (Gal 6,9):

«Deshalb werdet nicht müde zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten.»

In jedem Fall hoffe ich, dass dem Zürcher Stadtrat die Zeit so bald wie möglich gegeben wird …

2 Kommentare

  1. Ist doch ganz einfach. Schreiben an die Stadt:

    Ich gebe Ihnen jetzt genau eine Woche Zeit für die Antwort.

    Und, siehe da: Die Antwort ist nach einer Woche da!

  2. «[…] denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten.»

    Hoffen wir, dass der Entscheid des Stadtrates sich wirklich als Segen herausstellt!

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