YouTube: Copyfraud mit «Content ID» als Geschäftsmodell?

6 Kommentare

  1. Trans Sahara Expedition sagt:

    Ich hoffe das die Copyfraud Piraterie bei YouTube in Zukunft von YouTube besser kontrolliert wird.

    Als mein Kanal nach 5 Jahren Aufbauzeit plötzlich 86000 Aufrufe Täglich erhielt und ich 2,3 Millionen Kanal aufrufe erreicht hatte, löschte YouTube am 12. März 2013 meinen Kanal mit der Anschuldigung gegen das Urheberrecht verstossen zu haben. Das stimmt aber nicht. 1600 von mir erstellte Videos und 360 Abonnenten habe ich so verloren. Mein Kanal habe ich Werbe frei laufen lassen. YouTube hat meine Beschwerde zurückgesandt und mich darauf aufmerksam gemacht, ob ich wirklich in den USA Prozessieren möchte. Ein Anwalt hat mir abgeraten auf mein Recht zu pochen, da in den USA der Prozessausgang unüberschaubar sei. Ich weis nicht mehr weiter. In meinen Kanal habe ich 4000 Stunden Investiert. YouTube lässt jetzt andere mit meinen Videos Geld verdienen und hat selbst einen Videokünstler der mit vielen anderen YouTube zu dem gemacht hat was es heute ist so auf dem Gewissen.

  2. Vergangenen Sonntag habe ich einen Song auf meinem Synthesizer komponiert und aufgenommen. Am Montag habe ich diesen Song auf Youtube hochgeladen. Am Dienstag meldete mir mein Youtube-Konto „One or more music publishing rights collecting societies“ erheben Copyright-Ansprüche und monetarisieren meinen Song. Ich habe Einspruch eingelegt. Damit riskiere ich die Löschung meines gesamten Youtube-Channels. Falls meinem Einspruch stattgegeben wird, drohen „One or more music publishing rights collecting societies“ genau: keine Konsequenzen. Lassen wir jetzt Google bestimmen, was Recht ist?

    1. Max sagt:

      Hallo!
      Kannst Du mir ein Update geben, wie Dein Fall ausgegangen ist?
      Ich habe aktuell genau das gleiche Problem und stehe vor der Entscheidung Einspruch zu erheben.
      Ich habe eine Lizenz und eine Rechnung über den Kauf des Musikstücks und der Rechte vorliegen. Hatte ich bei https://www.proudmusiclibrary.com/de/home gekauft.
      Bei mir geht es auch um eine Kanal mit 4 Jahre Arbeit und inzwischen 40000 Follower. Ein Löschen des Kanals wäre eine Katastrophe!
      Ein Feedback wäre sehr sehr nett! Danke!

      1. @Max:

        Der Widerstand war erfolgreich. (Wer keinen Widerstand leistet, riskiert, bei einer tatsächlichen Urheberrechtsverletzung eine Löschung.)

  3. Das Geschäftsmodell von Ad Shere (Publishing) scheint u.a. darin zu bestehen, Copy-Right-Ansprüche auf Kompositionen geltend zu machen, die eigentlich Public Domain sind, obwohl sie bestenfalls Ansprüche auf eine ganz konkrete und veröffentlichte Interpretation und durch sie geschützte Interpretation dieser Komposition geltend machen könnte. Diese Ansprüche beruhen auf den Suchergebnissen eines Software-Robots, der ihre Musikaufnahmen auf physikalischer Grundlage mit anderen veröffentlichten Interpretationen vergleicht, was ganz gut funktioniert, will man lediglich in Erfahrung bringen, ob es sich um die gleiche Komposition handelt. Unterschiedliche Interpretationen der gleichen Komposition voneinander zu unterscheiden ist mit physikalischen Mitteln eines Rechnerprogramms (Robots) so gut wie unmöglich. Ein solcher, fälschlicher Anspruch ist leicht dadurch zu Fall zu bringen, wenn man die eigene Interpretation einer Public-Domain-Komposition z.B. mit leicht veränderter Geschwindigkeit einspielt und dann erneut veröffentlicht, da der völlig unmusikalische, dumme Robot diesen Trick nicht erkennen kann.
    Solche Firmen wie Ad Share (Publishing) bauen darauf, dass man nicht unwiderlegbar beweisen kann, dass man diese Komposition selber eingespielt hat und man folglich, um einen Rechtsstreit mit fraglichem Ausgang zu vermeiden, auf einen Einspruch verzichtet. Und so verdient sich Ad Share (Publishing) mit der schöpferischen Leistung anderer eine goldene Nase.

    1. Nachtrag:
      Den größten Teil der Einnahmen bezieht Adshare (Publishing) aber wohl aus der Tatsache, dass naiven Leuten, die z.B. mit ihrer Einspielung des „Für-Elise“-Ohrwurms von Beethoven hoffen den großen Hit gestartet zu haben und durch die Veröffentlichung dieser Einspielung erwarten, ein Riesengeschäft zu starten. Um das abzusichern lassen sie sich also von solchen Firmen wie z.B. Adshare (Publishing) ihre Rechte an ihrer Einspielung sichern. Nur vergessen sie in ihrer Schaffenseuphorie dabei, dass die Gebühren, die an diese windigen Firmen für die Absicherung ihrer Rechte gezahlt werden müssen, meist bei weitem die möglichen Einnahmen aus einer Veröffentlichung bei YouTube oder den Verkauf von MP3’s überschreiten.
      Die technisch und rechtlich meist völlig unhaltbaren Copyright-Ansprüche von solchen Firmen wie Adshare (Publishing) dienen unter anderem auch dazu, solche Naivlinge dazu zu verleiten ihre Rechte bei Firmen abzusichern, die mit ihren Gebühren deutlich unter denen der GEMA bleiben und längst nicht so hohe Anforderungen wie die GEMA an die abzusichernden Musikproduktionen stellen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.