8 Kommentare

  1. Digi Chris sagt:

    Frage: Bei mir steht als Name nur der Vorname. Darf eine Zeitung den vollen Namen abdrucken, auch wenn er nicht im Tweet steht, oder muss man den Namen 1:1 kopieren?

    1. @Digi Chris:

      «Darf eine Zeitung den vollen Namen abdrucken, auch wenn er nicht im Tweet steht, oder muss man den Namen 1:1 kopieren?»

      Die Twitter-Richtlinien beziehen sich nur auf Angaben bei Twitter. Ich gehe deshalb davon aus, dass beim Abdrucken von Tweets nur diese Angaben verwendet werden müssen und dürfen.

  2. KChristoph sagt:

    Guten Tag !
    Auch für mich, autodidaktisch unterwegs, war dieser Text hilfreich.
    Danke !

  3. In Deutschland halten (mindestens) zwei Anwaltskollegen an einer urheberrechtlichen Betrachtung fest:

    Ich bin wie oben erwähnt der Meinung, dass der Versuch einer urheberrechtlichen Antwort in diesem Zusammenhang in die Irre führen kann. Die Frage, inwiefern einzelne Tweets urheberrechtlich geschützt sind, ist zwar rechtlich gesehen auch von einem gewissen Interesse, vorliegend aber nicht relevant. Gerne geht in der rechtlichen Betrachtung auch vergessen, dass die Nutzung von Twitter und anderen kostenlosen Social Media-Plattformen auf einem Tauschhandel basiert. In der Praxis jedenfalls scheint dieser Tauschhandel auch in Deutschland zu funktionieren.

  4. Ein weiterer deutscher Anwaltskollege hat sich differenziert geäussert:

    http://www.iprblog.de/2014/04/.....h-wirksam/

  5. Olivier Fehr sagt:

    Ich denke Sie haben im Grunde nicht unrecht, m.E. müsste man allerdings mehr differenzieren. Die Kurzversion des Gedankenganges finden Sie anschliessend.

    Im folgenden gehen ich von Schweizer Recht und von (kommerziellen)Schweizer Medien aus. Unbeachtlich sind dabei Blogs, Medien, etc, die ihren Inhalt unentgeltlich zur Verfügung stellen, denn das verlinken, zitieren, sich beziehen auf (ungeschützte) Tweets ist wohl i.d.R. nach Internet Usus aber auch nach URG problemlos.

    Die folgenden Erwägungen gelten deshalb für das Abdrucken von Tweets in Printmedien und die Verwendung von Tweets online, aber hinter einem so genannten Paywall.

    Die TOS von Twitter beziehen sich auf das Verhältnis zwischen Twitter und dem Benutzer und zwischen Twitter und Dritten (Businesspartner von Twitter), nicht aber auf das Verhältnis zwischen Benutzer und anderen Dritten. Demzufolge kann sich ein Printmedium, das keinen entsprechenden Vertrag mit Twitter hat, bei der Verwendung von Tweets nicht auf die TOS beziehen.

    Tweets sind in der Regel öffentlich, d.h. sie können ohne weiteres zitiert, gelinkt, eingebettet (direkt oder via screenshot) werden, ohne die vorgängige Zustimmung des betreffenden „Autors“ und genau hier muss man dann eben doch das URG heranziehen, speziell für die kommerzielle Verwertung um zu bestimmen, ob es sich bei einem Tweet (allenfalls mit Bild) um ein Werk im Sinne des URG handlen könnte, denn die TOS von Twitter schliessen das bestehen eines Copyrights nicht aus (9. Copyright Policy).

    Für die überwiegenden Anzahl von Tweets dürfte man allerdings wohl zum Ergebnis kommen, dass es sich, wie bei kurzen Agenturmeldungen, nicht um ein Werk i.S. URG 2 handelt und sie deshalb nicht urheberrechtlich geschützt sind. Trotzdem wird ein Medium die Prüfung wohl durchführen müssen, ob nicht doch ein urheblich geschützter Inhalt vorliegt, oder allenfalls Markenrechte verletzt werden, indem die Inhalte der Tweets kommerziell genutzt werden.

    Kurz gesagt, ist das ein interessantes Thema, bei dem ich finde, die Bezugnahme auf die Twitter TOS greifen zu kurz.

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