WAP: Auferstehung dank kostenpflichtigen Gewinnspielen

Rechtsanwalt Martin Steiger

19 Kommentare

  1. Eine Frage stellt sich mir jedesmal, wenn ich im TV diese WAP-Url eingeblendet sehe: Wie wird garantiert, dass die WAP-Teilnehmer auch wirklich Chancen auf einen Gewinn haben? Ich werde das Gefühl nicht los, dass die WAP-Teilnahme eine Proforma-Variante darstellt, um den rechtlichen Ansprüchen gerecht zu werden… überprüfen, ob diese Teilnahmen dann in den grossen Topf aller Mitspielenden kommt, lässt sich das ja eh nicht…

    1. @Michael Huwiler:

      Ja, das ist leider richtig – man muss SRF und anderen diesbezüglich vertrauen.

  2. keller urs sagt:

    Es ist ja schön und gut all den Firmen zu trauen und zu hoffen, dass man auch auf diesem Weg gewinnen kann. Gibt es dafür nicht einen Notar?!

  3. Rose sagt:

    Wir haben es doch langsam gründlich satt, dass auf so vielen Gebieten Gesetze dazu formuliert, gemacht und gedreht werden, um das Volk besser und gründlicher abzuzocken und zu berauben.

    Wir bezahlen an Billag hohe Gebüren für’s Fernsehen und sogar wer keinen Fernseher besitzt, soll so zur Kasse gebeten werden. Das ist genug! Entweder es wird wirklich jedem Dummie möglich gemacht, gratis an Votings, Gewinnspielen, etc. teilzunehmen, oder man hat es offensichtlich mit Betrügerbanden die dank staatlicher Unterstützung frei abkassieren können zu tun, was ein Hinweis darauf ist, dass Staaten die solche Gesetze erlassen und beibehalten, Schurkenstaaten sein müssen. Und wenn Schurkerei mindestens so kurze Beine wie Lügen hat, dann wird es wohl irgendwann mal zu einem ‚wie die Schlange auf dem Bauch kriechen und Staub fressen‘ kommen. Gerechtigkeit wohnt jedenfalls noch keine im Lande.

  4. Rose sagt:

    Übrigens in der Einleitung auf dieser Seite hat sich ein Fehler eingeschlichen:

    Im zweiten Abschnitt heisst es im letzten Satz:

    Gleichzeitig ist WAP so obskur, dass die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer vermutlich dennoch die kostenpflichtige «Business»-Telefonnummer (* ) werden und damit dem öffentlich-rechtlichen SRF die gewünschten zusätzlichen Einnahmen verschaffen.

    * Es fehlt dort das Wort ‚wählen‘.

    1. @Rose:

      Merci für den Hinweis, korrigiert!

  5. Wettbewerbler sagt:

    Guten Tag Herr Steiger

    Ich habe eine einfache Frage. Anbieter von Wettbewerben müssen zwingend eine Möglichkeit zur kostenlosen Teilnahme anbieten? Dafür gibt es ein Gesetz?

    Wollte nämlich gerade an einem Gewinnspiel teilnehmen und hatte keine kostenlose Teilnahmemöglichkeit.

    Danke für Ihre Rückmeldung.

    Freundliche Grüsse
    Ein Wettbewerbler

    1. @Wettbewerbler: Die Rechtsgrundlagen finden Sie in meinem Beitrag verlinkt.

  6. Anonymus sagt:

    wie kann man denn nun genau über wap übers handy teilnehmen? wäre froh übereine Erklärung :)

  7. M. sagt:

    Ich hab mir mal überlegt, ein kleines Skript zu schreiben was per EPG/Fernsehprogramm automatisch bestimmt, welche Sendung gerade läuft und dann per WAP am entsprechenden Gewinnspiel teilnimmt. Das wäre ja recht einfach realisierbar und wenn man nur einmal pro Gewinnspiel teilnimmt, verschafft man sich auch keinen unfairen Vorteil, das könnte ja jeder auch von Hand machen.
    Kennt jemand die Teilnahmebedingungen für die Gewinnspiele? Die sind irgendwie nirgends verlinkt und auf der SRF-Seite kann ich sie auch nicht finden. Ich würde es natürlich nur tun, wenn automatisierte Teilnahmen nicht ausgeschlossen sind…

    1. «Kennt jemand die Teilnahmebedingungen für die Gewinnspiele? […]»

      Typisches Beispiel: http://www.srf.ch/sendungen/to.....wettbewerb

  8. mattern sagt:

    werden anrufe von handy oder festnetz , deren nummer nicht im telefonbuch zu finden sind, auch berücksichtigt? kann der name festgestell werden?

  9. Holger Romey sagt:

    Der Ringier Verlag zockt seine Leser auch schon seit Jahren mit solchen angeblichen „Gewinnspielen“ ab. Ich wundere mich aber dann doch über einen wichtigen Punkt. Der wäre, dass selbst die WAP-Teilnahme auch nicht gratis ist. Man muss sich per WAP anmelden und bekommt dann eine Servicenummer genannt, die man von seinem Festnetz oder Natel anrufen soll, um dort den ebenfalls übermittelten, x-stelligen Code einzugeben. Allerdings ist diese Servicenummer nicht gratis. Der Anruf kostet zwar nur 8Rp/Minute, was aber immerhin eine Art Spieleinsatz ist und somit keine Gratis Teilnahme. Kann man dagegen vorgehen? Ebenso würde mich interessieren, wo die Gewinnreihenfolge ersichtlich wird. Denn theoretisch wäre es möglich, alle hohen Gewinne erst ganz am Ende der vorgegebenen Losverteilung zu platzieren. Dann würde überhaupt niemand diese Gewinne erhalten, insofern nicht alle Lose verkauft werden. Wovon man eigentlich immer ausgehen kann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese intransparenz auch genauso ausgenutzt wird, was man schon an den publizierten Gewinnern und Gewinne erkennen kann. Dann noch etwas: Da diese Gewinnspeile vom Kanton bewilligt werden müssen, sollte es doch auch eine Aufsichtsstelle dazu geben, die Transparenz in diese Abzocksysteme bringen könnte. Gibt es so ein Institution die darüber Auskunft erteilt, oder stecken alle zusammen unter einem Hut beim abzocken der Bürger?

  10. Fabio sagt:

    Ringier bot bis Ende November WAP-Gratis-Spielteilnahmen an – mit chancengleicher Gewinnmglichkeit. Was auch stimmte, ich gewann auch einmal etwas auf diese Art.

    ABER: seit Neuestem gibt es diese Gratisteilnahmemöglichkeit nicht mehr, die neue „Gratisteilnahme“ sieht jetzt so aus:

    Man muss eine angegebene URL eintippen und dort ein PDF-Formular aufrufen. Dieses muss dann ausgefüllt und unterschrieben per A-Post eingeschickt werden. Nebst dem grossen Aufwand, der natürlich nur als Abschreckung dient, gibt noch etwas anderes zu denken: Man darf nur 1 Formular per Couvert einsenden! Also reine Schikane, alles andere als gratis und ich glaube nicht, dass dies mit den hiesigen Gesetzen konform ist. Man will die Leute so einfach dazu bringen, via die überteuerten SMS-Services oder 0901er-Telefonnummern mitzumachen.

    Gar kein feiner Zug – vor allem, dass man nur 1 Formular per Couvert einsenden darf. Dabei sind ja immer mehrere Gewinnspiele gleichzeitig online oder in den Zeitungen abgedruckt.

    Ist das wirklich gesetzeskonform? Dankeschön!

  11. Luca Müller sagt:

    Eine andere Möglichkeit der Gratisteilnahme wird momentan von Blick angeboten. Man muss ein PDF ausdrucken und dann zwingend mit A-Post an die Blick-Zentrale schicken. Ich frage mich ob dies überhaupt zulässig ist, da die Teilnahme ja so auch mindestens 1.- kostet, da A-Post vorausgesetzt wird.
    Wie ist Ihre Einschätzung?

    1. @Luca Müller:

      Können Sie ein Beispiel verlinken?

      1. Luca Müller sagt:

        Die Links der einzelnen Gewinnspiele oder Rätsel wechseln wöchentlich, aber generell mal diesen Link wählen:

        https://www.blick.ch/gewinnen/

        dann ein Gewinnspiel auswählen und anklicken…..

        Dann hat man die Wahl zwischen teuren SMS oder Anrufen (jeweils Fr. 1.50 oder gar Fr. 1.90) und der „Gratisteilnahme“…dafür ist immer eine URL gelistet, also Beispiel nenne ich mal diese hier für das tägliche Kreuzworträtsel:

        https://win.my797.ch/KREUZ

        Alles mit erheblichem Aufwand verbunden; mit Restriktionen (nur 1 Talon pro A-Post-Couvert!) usw.

        Also ‚Gratis‘ ist gewiss was anderes und es funktionierte ja vorher mit WAP tadellos.

        Auf Anfrage wurde bloss geschrieben, dass man sich „aus diversen Gründen für die Abschaffung von WAP entschieden hätte“ – sinngemäss.

        Man kann nur hoffen, dass diese Art von Gewinnspielen nicht goutiert wird. Schlussendlich brauchen ja die Zeitungen Auflage – und diese Art von „Gratisteilnahmen“ sind dem Zeitungsverkauf gewiss nicht förderlich.

        Es wird schlicht zu teuer – täglich eine Zeitung und eine oder zwei Wettbewerbsteilnahmen gehen ins Geld.

        1. @Luca Müller:

          Merci!

          Inzwischen gelten übrigens neue Regeln:

          https://steigerlegal.ch/2019/0.....ue-regeln/

          Ich hoffe, mir die Beispiele bei Gelegenheit ansehen zu können, auch mit Blick auf die neuen Regeln.

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