Empfehlungen vom Strafverteidiger: Wenn die Polizei am Morgen um 6 Uhr klingelt

Rechtsanwalt Martin Steiger

4 Kommentare

  1. Merci für den sehr lesenswerten Blog-Eintrag! Gibt es Beispiele von Aussagen eines Beschuldigten, die seine Ausgangslage im Strafverfahren erheblich verbessert haben – oder sind diese Beispiele so rar, dass man ausnahmslos besser nichts sagt?

    1. @Dominic van der Zypen:

      Solche Fälle gibt es sicherlich, aber ich könnte auf Anhieb keine nennen. Bei den Strafverfolgungsbehörden gilt nicht «in dubio pro reo», sondern «in dubio pro duriore», das heisst im Vordergrund stehen Anklage oder Strafbefehl. Insofern riskiert man jederzeit, sich mit Aussagen selbst zu belasten …

  2. Lewandowski Boris sagt:

    Mir gelänge es vermutlich nicht, wiederholt ein und der selben Person, „ich sage nichts“ sagen zu müssen. Stattdessen fände ich es erheblich leichter/natürlicher 1-2x „(wie ich schon sagte,) ich verweigere die Aussage“ zu sagen und dann grundsätzlich zu schweigen.

    Aber Mitarbeiter einer Strafvervolgungsbehörde anzuschweigen würde dann als ‚unkooperativ‘ verstanden? Also dann doch das ‚kooperativ‘ verstandene „ich sage nichts“ nehmen?

    1. @Lewandowski Boris:

      Sie können selbstverständlich schweigen, wenn es für Sie einfacher ist. Aus meiner Sicht ist es in den meisten Fällen aber einfacher, die Aussage aktiv zu verweigern. Jedem das Seine!

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