Mediensteuer für Unternehmen in der Schweiz ab dem 1. Januar 2019

Rechtsanwalt Martin Steiger

9 Kommentare

  1. Patrick Honegger sagt:

    Ich hätte es tatsächlich seltsam gefunden, wenn ausländische Firmen ohne CH-Personal die Abgabe hätten zahlen müssen.

    Ebenso seltsam finde ich es jedoch, dass dies CH-Firmen tun müssen, obschon alle ihre Mitarbeiter und Inhaber die Abgabe schon privat bezahlen müssen.

    Und noch viel seltsamer finde ich, dass der Bundesrat nachträglich Entwürfe, über die abgestimmt wurde, anpassen kann und darf.

    Erinnert mich an die Kindheit meiner Kids. Die haben mitten im Spiel auch laufend die Regeln angepasst, je nach Gutdünken…

    Manchmal habe ich ein gewisses Mass an Verständnis für diejenigen, die der Abstimmung fernbleiben mit der Begründung, die Politiker würden ja eh machen, was ihnen passt.

    1. @Patrick Honegger:

      «Ich hätte es tatsächlich seltsam gefunden, wenn ausländische Firmen ohne CH-Personal die Abgabe hätten zahlen müssen.»

      Die Mediensteuer knüpft an den mehrwertsteuerpflichtigen Umsatz an. Unternehmen im Ausland sind in der Schweiz teilweise auch mehrwertsteuerpflichtig, seit kurzer Zeit sogar in einem verstärkten Umfang:

      https://steigerlegal.ch/2018/0.....#pflichten

      Insofern könnte man auch argumentieren, es sei seltsam, dass Unternehmen in der Schweiz, wo weder (schweizerisches) Fernsehen geschaut noch (schweizerisches) Radio gehört wird – also genauso wie vermutlich bei den nun mediensteuerbefreiten Unternehmen im Ausland –, die Mediensteuer bezahlen müssen.

      (Allerdings handelt es sich genau deswegen um eine Steuer, weil es an einem Anspruch auf eine individuelle Gegenleistung fehlt.)

  2. Anonymus sagt:

    Besten Dank für den Hinweis wg. selbständigen Firmen.

    Der jährliche Posten von rund Fr. 20 Mio. „Serafe AG (Erhebung Haushaltabgabe)“ scheint mir recht gross zu sein.

    Aehnlich mit dem Posten „Reserve für Planungsabweichungen“ von rund Fr. 34 Mio. Konkret heisst das wohl „Fehlplanung“. Da sieht man, was ein eidg. dipl. Buchhalter wert wäre… Auch die „Reserve für Teuerungszuschlag“ scheint mir grosszügig bemessen zu sein. Erinnert mich ein wenig an Venezuela.

    Da fragt man sich, wer ein solches Budget bewilligt hat.

    Wäre es nicht einfacher / günstiger gewesen, das Ganze über über die Steuern abzuwickeln?

  3. Bigger sagt:

    und genau das finde ich eine sauerei. eine Steuer. ich habe noch in den Ohren wie es hiess, ja es war knapp wir geben uns mühe bla bla. und jetzt dürfte die SRG ja noch mehr geld bekommen. Ich verstehe es nicht. ich finde es einfach eine sauerei.

  4. Anonymous sagt:

    schön zu wissen,als KMU mit 2 Standorten, zuhause und in beiden Firmen jetzt pro Tag über 6.-Fr Billag bezahlen zu müssen….. und das für 1 Person!!!

  5. WALTER Britschgi sagt:

    kann mir einer sagen nach welchen Kriterien die Gebühren berechnet werden mit 1.172 mio. Umsatz. rechnung lautet Fr.910??? oder ist da was
    faul??

    1. @Walter Britschgi:

      «kann mir einer sagen nach welchen Kriterien die Gebühren berechnet werden mit 1.172 mio. Umsatz. rechnung lautet Fr.910??? oder ist da was
      faul??»

      https://www.estv.admin.ch/estv.....orien.html

  6. Marc Widler sagt:

    Die Billag hatte die Urheberrechtsentschädigung im Auftrag der SUISA ebenfalls in Rechnung gestellt. Ist bei der Mediensteuer für Unternehmen diese Urheberrechtsentschädigung ebenfalls enthalten oder kommt da jetzt noch eine separate Rechnung?

    1. @Marc Widler:

      Ich verstehe https://blog.suisa.ch/de/rechn.....n-ab-2019/ so, dass die SUISA wieder selbst Rechnung stellt.

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