Abmahnung: Mehr als 2’200 Euro für ein Dutzend ungeschälte Kartoffeln

Rechtsanwalt Martin Steiger

2 Kommentare

  1. Lieber Martin
    Wäre dazu nicht auch noch der Hinweis angebracht, dass in der Schweiz das Urheberrecht für Fotografien eine gewisse „Schöpfungshöhe“ voraussetzt, also eine künstlerische Qualität des Bildes, während es in Deutschland einen Lichtbildschutz gibt, der das Resultat JEDEN Knopfdrucks auf einen Auslöser schützt? Würde demnach das Kartoffelbild, das keinerlei künstlerischen Anspruch erfüllt (dazu gehören erkennbare Merkmale wie besondere Beleuchtung,Perspektive, Arrangement, Komposition) nach GELTENDEM SCHWEIZER Recht (URG in Überarbeitung sieht den Lichtbildschutz vor) durch die Maschen des Urheberrechts fallen?

    1. @Peter Sennhauser:

      Ob ein solches Bild in der Schweiz urheberrechtlich geschützt ist oder nicht, müsste im Zweifelsfall ein Gericht entscheiden. Eine Gegenseite, die sich auf schweizerisches Recht beruft, wird in vielen Worten behaupten, auch ein solches Bild sei urheberrechtlich geschützt in der Schweiz. Gleichzeitig ist bei Abmahnungen aus Deutschland zu beachten, dass normalerweise nicht (nur) schweizerisches Recht einschlägig ist.

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