Whistleblowing: Wer nicht die Faust im Sack macht, zahlt einen hohen Preis

Rechtsanwalt Martin Steiger

4 Kommentare

  1. Hans sagt:

    Naive Frage: Ich könnte mir vorstellen, dass Anwälte wie Journalisten oder Ärzte eine gewisse Geheimhaltung bieten müssen. Wissen tue ich es nicht. Wenn dem so wäre: Könnte ein Whistleblower auch einen Anwalt als Proxy benutzen?

    1. @Hans:

      Die Kommunikation zwischen Anwalt und Whistleblower fällt tatsächlich unter das Anwaltsgeheimnis. Allerdings bedeutet das nicht, dass keine Enttarnung möglich ist, allein schon, weil auch die Kommunikation mit Rechtsanwälten der Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz unterliegt. Genauso gilt in diesem Fall, dass die Zahl der möglichen Geheimnisverräter klein ist.

      1. Hans sagt:

        Okay, danke. Klar, eine gefahr gibt es immer. Das Idee war eher, dass so zwei Layer an Security durchbrochen werden müssen. Aber natürlich auch nur dann, wenn der Anwalt gegenüber der Journalistin ebenfalls Anonym auftritt.

        Whistleblowerin Anwalt Journalist

        Der Anwalt und der Journalist müssen in diesem Fall OpSec vernachlässigen.

        1. @Hans:

          Sie müssen zwei weitere Punkte bedenken:

          1. Journalisten möchten ihre Quellen – auch Whistleblower – normalerweise kennen und übernehmen nicht 1:1 Material, das man ihnen zur Verfügung stellt.

          2. Rechtsanwälte möchten sich normalerweise nicht an allfälligen Straftaten ihrer Mandantschaft beteiligen.

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