
Beim Bundesgericht fällt mir neuerdings auf, dass ich für den Zugriff auf die online veröffentlichte Rechtsprechung manchmal ein CAPTCHA überstehen muss.
Ein CAPTCHA ist ein Turing-Test, mit dem festgestellt werden soll, ob der Zugriff von einem Menschen oder einer Maschine stammt.
Eine solche «Maschine» kann beispielsweise ein KI-Dienst wie ChatGPT oder Perplexity sein, der mit einem Agenten oder Bot auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zugreifen möchte.
Solche KI-Dienste scheitern zum Teil tatsächlich am CAPTCHA beim Bundesgericht. Die Fehlermeldung lautet jeweils wie folgt:
«Request unsuccessful. Incapsula incident ID: […]»
Als CAPTCHA-Lösung verwendet das Bundesgericht hCaptcha der amerikanischen Intuition Machines Inc.
Die Umsetzung erfolgt gemäss dem entsprechenden Hinweis «Powered by imperva» über die ebenfalls amerikanische Anbieterin Imperva Inc. Seit Ende 2023 gehört Imperva zum französischen Rüstungs- und Technologiekonzern Thales.
Für den Zugriff auf Bundesgerichtsurteile direkt als Mensch gibt es mit bger.li eine kostenlose Alternative.
Für den Zugriff auf schweizerische Rechtsprechung mittels API oder MCP gibt es mit entscheidsuche.ch (API, MCP) und opencaselaw.ch (API, MCP) momentan mindestens zwei hilfreiche kostenlose Lösungen.