3 Kommentare

  1. Das Bundesgericht hat sich in BGE 136 III 401 (http://relevancy.bger.ch/cgi-b.....38;lang=de) mit dem Themenkreis „intimes Bildmaterial und Einwilligung“ befasst.

    Mit Blick auf die Regeste zu Erwägung 5.2. („Stehen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund, so kann das Recht am eigenen Bild Gegenstand vertraglicher und unwiderruflicher Verpflichtungen sein.“) kann man e contrario argumentieren, dass die Einwilligung frei widerruflich ist, wenn nicht wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen. Die überwiegende Lehre scheint das so zu sehen.

    Damit wäre ein Löschanspruch gegeben.

    1. @Stefan Gerschwiler:

      Aus meiner Sicht muss berücksichtigt werden, dass es in dieser Angelegenheit sachlich um die (kommerzielle) «Veröffentlichung eigener Bilder erotischen Inhalts im Internet» ging. So erscheinen mir beispielsweise die Anforderungen an die notwendige Einwilligung, die das Bundesgericht anführt, für Bilder in einer privaten Beziehung als viel zu streng:

      «[…] Zudem muss die Einwilligung rechtswirksam, insbesondere frei von Willensmängeln sein. Sodann ist sie sowohl hinsichtlich des zu veröffentlichenden Bildes als auch des Verwendungszwecks des Bildes genügend zu konkretisieren, sodass sie nicht für eine andere als die vorgesehene Verwendung eines bestimmten Bildes gilt […].»

      In jedem Fall gibt es keine automatische Löschpflicht, Bilder nach Beziehungsende zu löschen. Aber wie erwähnt sehe ich durchaus die Möglichkeit, dass man sich auf sein Persönlichkeitsrecht beruft und damit auch in der Schweiz durchdringt.

  2. Müller Pierre sagt:

    Die Frage welche noch interessant wäre zu wissen. Ein Beziehung geht zu Ende und man hat einvernehmlich private Aktfotos gemacht. Kann der Partner die Löschung der Aktfotos verlangen, solange sie nur im privaten Bereich des Fotografen verwendet werden?

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