11 Kommentare

  1. Ergänzend zur im Artikel erwähnten Möglichkeit kann AGOV auch ohne Smartphone mit einem FIDO2-Sicherheitsschlüssel genutzt werden. AGOV führt eine Liste kompatibler Modelle:

    https://agov.ch/fido

    Das derzeit günstigste dort aufgeführte Modell mit USB-C ist nach meiner Preisrecherche der Token2 T2F2-PIN+ NFC-Slim. In der Schweiz kostet er einschliesslich Versand rund 26 Franken.

    Damit ist diese Lösung günstiger als ein separates Android-Gerät und dürfte in vielen Bedrohungsmodellen auch sicherer sein: Der kryptografische Schlüssel wird in einem dedizierten, hardwaregeschützten Secure Element gespeichert und kann nicht exportiert oder synchronisiert werden. Ausserdem muss kein zusätzliches Smartphone eingerichtet, aktualisiert und ausschliesslich für AGOV aufbewahrt werden.

    Hinzu kommt, dass bei Android-Geräten der Preis häufig mit der Sicherheitsqualität korreliert: Sehr günstige Geräte erhalten tendenziell kürzer oder unregelmässiger Sicherheitsupdates, verfügen über schwächere Sicherheitskomponenten und werden vom Hersteller weniger lange unterstützt. Je günstiger das Gerät, desto grösser ist daher häufig auch das Sicherheitsrisiko.

    In Kombination mit einem sicherheitsorientierten Betriebssystem wie Qubes OS ergibt sich eine interessante, gut isolierbare und von einem Smartphone sowie von Google weitgehend unabhängige Lösung. Auch zum Ausprobieren dürfte ein solcher Sicherheitsschlüssel interessanter sein als ein günstiges Android-Zweitgerät.

    1. Auch ich habe lange Zeit einen USB-C Token verwendet bis ich mir das Handling bei Verlust angeschaut habe. Bei AGOV kann ich wenigstens ein zweites Smartphone anmelden … Zudem wird es wohl kaum bei einer Applikation bleiben, welche einen Token als Authentifierung verwendet. Somit ist ein einzelner Token ein zu grosses Risiko bei Totalverlust….

        1. Das Risiko das einen einzelner FIDO-Key ausfällt oder verlohren geht, ist wohl mit dem gleichen Risiko bei der AGOV-App auf einem Gerät vergleichbar. Daher ist generell ein Setting mit Backup (2. Gerät mit APP oder 2. FIDO-Keys) empfehlenswert. AGOV lässt die Registrierung mehrerer Apps und Keys zu.

          Bei FIDO2 Key unbedingt auf das Level 2 achten. Leider hat nicht jeder FIDO2 Key auch Level 2.

  2. Gemäss meiner Info, sollte die App im Q3 oder Q4 erscheinen wie mir vom Support der AGov versichert wurde.

    Mich stört aber etwas ganz anderes, in den Datenschutzerklärung (agov.ch/privacy) verlieren Sie kein darüber, dass Sie Google Dienste verwenden und Google evtl. etwas mitliest.

  3. Die App wird zwar noch nicht offiziell unterstützt, aber sie kann dennoch einfach zum Laufen gebracht werden: Betroffene Nutzer müssen die Einstellung «secure app spawning» deaktivieren. Diese Einstellung hat sich früher systemweit ausgewirkt, seit Kurzem ist sie App-spezifisch. Vermutlich wird man um installierte Google Play-Dienste nicht herumkommen, aber dieses Übel lässt laut einem Nutzerbericht in ein sekundäres Profil verfrachten wenn gewünscht: https://github.com/PrivSec-dev/banking-apps-compat-report/issues/856#issuecomment-4881321798

      1. Das hat keinen Einfluss auf Benachrichtigungen also dürften die problemlos ankommen, angenommen die Google Play-Dienste sind installiert und korrekt konfiguriert. Vereinfacht gesagt senden Android Apps Benachrichtigungen über Firebase Cloud Messaging (FCM) und das wird letzten Endes über Google Play abgewickelt. Manche Apps wie z.B Signal bieten eine Ausweichlösung, andere wiederum nicht. Tja und wenn es keine Alternative gibt und Google Play in dem jeweiligen Profil fehlt dann bleiben die Benachrichtigungen einfach aus. :D

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