Wanderer und ihre nackten Tatsachen vor Bundesgericht

Rechtsanwalt Martin Steiger

3 Kommentare

  1. Meine laienhafte Rechtsauffassung (ich bin kein Jurist) ist in verschiedenen Punkten deutlich unterschiedlich zu dem erwähnten Urteil und den Kommentaren dazu.

    So deutet mir z.B. der Umstand, dass das Urteil mit 3:2 Stimmen gefällt wurde, deutlich darauf hin, dass ein Verbotsirrtum sehr wohl zugestanden werden kann. Denn wenn selbst das Gericht sich nicht einig ist, wie zu entscheiden sei, wie kann man das dann von einem Laien verlangen???

    Auch dem Fazit des Rechtsanwalts K. Jeker kann ich nicht folgen. M.E. sollte man den Schutzbereich von Grundrechten nicht ohne Not EINSCHRÄNKEN !!! Denn wo eine Einschränkung Bestand hat, folgt bald die nächste, und dann noch eine, bis Grundrechte komplett abgeschafft werden, wie das in Deutschland 1933 bis '45 der Fall war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schweiz diesen Weg einschlagen möchte.

    Übrigens, ich bin aus Deutschland.

    1. Inzwischen ist der bundesgerichtliche «Nacktwanderer»-Entscheid online:

      http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=17.11.2

  2. Peter Sollberger sagt:

    Nacktheit ist ein Menschenrecht und alle Gerichts-Entscheide dagegen oder Verbote sind lächerliche Fehlentscheide.

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