Ein Kommentar

  1. Als Ergänzung ein Kommentar von Hartwig Thomas (via Google+):

    «Die grösste ‹Angst› der oft prekär lebenden Kreativen ist ja regelmässig, dass jemand mit ihren Kreationen furchtbar reich wird, ohne dass sie etwas davon haben. Deshalb ist die Creative Commons Bedingung NC (‹non commercial›) so beliebt.

    Dagegen hilft aber die Creative Commons Bedingung SA (‹share alike›, ‹gleiche Nutzungsbedingungen›) besser NC (‹non-commercial›). Man möchte ja nicht, dass die Kreationen grundsätzlich keinen kommerziellen Erfolg und keine Beliebtheit erzielen sollen. Das ist aber leider oft die Folge von NC. Denn der Begriff ‹kommerziell›, ‹gewerbliche› o.ä. ist gerade im Internet praktisch nicht einzugrenzen. Deshalb kann man eigentlich NC-Material nirgend einsetzen oder weitergeben.

    Mit SA hingegen kann man sich an einen allfälligen kommerziellen Riesenerfolg, den Dritte mit den Kreationen erzielen, wieder dranhängen, weil auch dieser ‹unter gleichen Bedingungen› publiziert werden muss. Ausserdem hat man als erster Urheber einen moralischen Vorsprung. Schliesslich kann man auch das Fallenlassen der SA-Bedingung (z.B.: für Coca Cola Werbung) in Verhandlung mit Interessenten gegen ein Honorar fallen lassen. (‹Dual Licensing›)

    Deshalb ist SA das bessere NC. Es schliesst die grossen Profiteure genauso aus, wie NC. Denn Coca Cola oder die UBS wollen nicht, dass jeder ihre Werbung ‹unter gleichen Bedingungen› kopieren darf. Dasselbe gilt für Medienunternehmen, die ihre Artikel oder ihre Musik oder Filme nicht ‹unter gleichen Bedingungen› publizieren wollen.»

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